Gruppenfoto: Teilnehmer, Pros, Coaches und Organisatoren von Kings of Distance 2016 im G&CC Velderhof

Das Wetter hält, der Rekord fällt!


"Ich verspreche Ihnen eines", sagte Nick McInally, Marketing Direktor von Callaway (Foto u.l.), bei der Begrüßung zu den Kings of Distance-Teilnehmern, "Sie werden heute den besten Golftag Ihres Lebens haben." Mit diesem Versprechen starteten die 96 Hobbygolfer aller Handicapklassen in einen aufregenden Golf-Erlebnistag auf dem Übungsgelände des Golf & Country Clubs Velderhof in Pulheim.

Nick McInallyGruppenfoto: Die 96 Teilnehmer nach der Begrüßung

Zum fünften Mal veranstaltete die Europa-Vertretung des U.S.-amerikanischen Golfequipment-Hersteller Callaway das Kings of Distance-Event. Dreimal fand das Spektakel in England statt, zum zweiten Mal kam der Callaway-Tross nun nach Deutschland. In Kooperation mit GOLF TIME als Medienpartner fuhr Callaway mächtig auf: Einige der besten Golflehrer der Welt, drei European Tour-Spieler, zwei Long Drive Champions und der Callaway Tour Truck, der die Vertragsspieler von Callaway zu jedem Turnier der European Tour begleitet nahmen sich einen Tag lang Zeit für die aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmer.

Star-Trainer und -Spieler

Für die ging es an verschiedenen Stationen – Zonen genannt – darum, die Ohren zu spitzen und den renommierten Golflehrern Jonathan Taylor (Putter Zone), Billy Jones (Bunker/Kurzspiel Zone) und Denis Pugh (Schwunganalyse) zuzuhören. Alle drei standen den gesamten Tag über für die acht Gruppen mit jeweils zwölf Teilnehmern bereit und gaben ihnen viele hilfreiche Tipps. Ein Highlight war der Einsatz des weltbekannten Schwungtrainers Denis Pugh: Der Engländer, der unter anderem zwölf Jahre lang mit Colin Montgomerie zusammenarbeitete, gab allen 96 KoD-Teilnehmern einen persönlichen Quick Tipp, wie sie ihren Schwung verbessern können.



Neben den Star-Trainern waren auch einige Star-Spieler im Golf & Country Club Velderhof mit vollem Einsatz dabei: Die Callaway Staff-Spieler Sébastien Gros aus Frankreich sowie Nicolas Colsaerts und Thomas Pieters aus Belgien sind drei der Longhitter auf der European Tour und zeigten den KoD-Golfern, was sie drauf haben – nicht nur am Driver.

Profi-Tipps von den Tour-Pros


Colsaerts, der die Hobbyspieler mit seiner lockeren, lustigen Art direkt in seinen Bann zog, gab mehrere Putting-Übungen preis und Sébastien Gros stand lange Zeit im Bunker und zeigte den Gruppen, wie sie den Schläger für sich arbeiten lassen, um den Ball gezielt aus dem Sand zu befördern. Der Dritte im Bunde, Thomas Pieters, war mit seinem Vater direkt aus Belgien angereist, konnte jedoch nicht aktiv eingreifen, da er von einer Erkältung und Handgelenksverletzung geplagt war.

Keineswegs mit Problem zu kämpfen hatte Joe Miller. Der 31-jährige Long Drive Champion 2010 beeindruckte die Teilnehmer mit seiner körperlichen Präsenz (1,93m, 122kg) und mit seiner offenen, kommunikativen Art. So erklärte der in London lebende Long Driver, mit welcher Technik man seinen Drive optimieren kann und somit mehr Länge vom Tee erzielt. Natürlich sorgte Miller dann auch mit seinen Drives für Staunen und Kopfschütteln. "Unglaublich", "Wahnsinn" und "Wow", hörte man an seiner Station am häufigsten.

Queen of Distance

In der Long Game Zone kaum zu übersehen war Millers weibliches Pendant, Sandra Carlborg aus Schweden: Die 32-Jährige viermalige Long Drive Weltmeisterin bei den Damen war im grellen pinken Shirt gekleidet. Carlborg hält mit einem Drive über 357,7 Meter den Weltrekord in der Damen Long Drive-Konkurrenz und ist somit die Queen of Distance. In dieser Rolle gab sie besonders den teilnehmenden Damen wertvolle Tipps. Allerdings ist sie mit ihren Abschlägen auch deutlich länger als die meisten Herren und konnte somit auch den Männern noch einiges am längsten Schläger im Bag zeigen.


Ihr persönliches, unfreiwilliges, Highlight hatte Carlborg übrigens im Rahmen des Grand Finals, als es ihr gelang, ihren Driverschaft vor versammelter Runde zu zerbrechen (Sehen Sie dazu auch unser Video über den QR-Code).

Diese Ratschläge galt es für die Teilnehmer an der Driver Station zu beherzigen. Denn hier ging es nur um eines: Länge! Jeder Spieler schlug zunächst mit seinem eigenen Driver ab. Der Drive wurde per Trackman gemessen und die Daten von einem Callaway-Fitter ausgewertet. Anhand diese Auswertung bauten die Fitter den Teilnehmern einen optimal auf deren Schwung und Körperbau angepassten Callaway-Driver zusammen. Mit dem schlugen die Spieler abermals ab, wieder mit Trackman-Messung. Das Resultat: Nahezu alle Teilnehmer verbesserten sich mit dem gefitteten Callaway-Driver.

Team Navy gewinnt

Dass die Umstellung tatsächlich etwas gebracht hat, durften im großen Finale dann die jeweils Längsten und Vierlängsten der acht Gruppen präsentieren. Sie traten nämlich als Duo gegen die anderen sieben Zweier-Teams an und spielten um die gefitteten Driver. Die gab es nicht nur für die zwei Repräsentanten des Teams, sondern für alle zwölf Team-Mitglieder. Der Druck war also hoch.


In der arenaförmig aufgebauten Final-Location zitterten zwar einige Hände, doch es gab auch viele lange Drives zu sehen. Am Ende behielt Team Navy mit insgesamt 532 Metern (Addition beider Finaldrives) die Oberhand und freute sich über die nagelneuen, gefitteten Callaway-Driver.

Miller demonstriert sein Können

Nach dem Jubel darüber, schauten alle Gruppenmitglieder nochmals gebannt in die Finalarena: Die Long Drive Champion Joe Miller zeigte eine kleine Kostprobe seines Könnens und feuerte einige Mega-Abschläge vom Tee. Dabei offenbarte sich rasch, wer wirklich der King of Distance ist: An eine Schlägerkopfgeschwindigkeit von 134 mph (215 km/h) und einen Drive über 334 Meter kam an diesem Tag niemand heran.


Zum Abschluss freuten sich schließlich alle Teilnehmer zusammen über einen absolut gelungenen Tag, mit vielen tollen Erinnerungen und einem neuen Rekordergebnis an gewonnener Länge. Insgesamt verbesserten sich die 96 Hobbyspieler mit den gefitteten Callaway-Drivern um 1.792 Meter. Damit schlugen sie das deutsche KoD-Vorjahresergebnis im Golf Valley München (1.611 Meter) deutlich.